Gesetzliche oder private Krankenversicherung?

Ob man für sich die  gesetzliche oder private Krankenversicherung wählt, ist eine Entscheidungsangelegenheit an der Schnittstelle von Berufs- und Privatleben, aber auch eine Entscheidung, welche Leistungen man für sich und die Familie wünscht: beide Versicherungsarten haben ihre Vorteile. Erfahren Sie hier, welche Voraussetzungen für die private Krankenversicherung erfüllt sein müssen.

In Deutschland gibt es ein duales Gesundheitssystem aus gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV). 2014 waren von 81,1 Millionen Einwohnern in Deutschland mehr als 70 Millionen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert.

Gesetzliche Vorgaben wie man sich versichern muss: 

  • In der GKV versicherungspflichtig ist jeder Angestellte (nicht Mini-Job), Studenten und Azubis. Als Pflichtmitglied gilt man, wenn das Einkommen im Jahr 2018 nicht mehr als 59.400 EUR beträgt.
  • Ist das Jahreseinkommen höher als 59.400 EUR, wird man automatisch freiwilliges Mitglied in der GKV. Dann besteht auch die Möglichkeit, in die PKV zu wechseln.
  • Selbständige sind generell freiwillig in der GKV versichert oder können sich mit dem Beginn der Selbständigkeit auch in der PKV versichern.
  • Beamtenanwärter sowie Beamte haben Anspruch auf sogenannte Beihilfe vom Staat (prozentualer Zuschuss zu Gesundheitsausgaben), benötigen aber eine Restkostenversicherung.

Jeder Angestellte, dessen Einkommen im laufenden Jahr über der Versicherungspflichtgrenze der GKV verdient hat, kann zum 01.01. des Folgejahres Mitglied in, sofern das Einkommen auch dann diese Grenze überschreitet. Hier beteiligt sich der Arbeitgeber ebenfalls wie bei einem gesetzlich Versicherten an den Beiträgen aller im privaten Krankenvollversicherungsvertrag mitversicherten Personen (also auch z. B. am Beitrag für Ehegatte und Kinder). Der Arbeitgeberzuschuss wird bis zur Höhe analog des gesetzlichen Höchstbeitrags geleistet.

Einige Unterschiede zwischen GKV und PKV

  • In der GKV gibt es einen Leistungskatalog, der für alle Krankenkassen gilt. Dieser kann aufgrund politischer oder sozialer Erwägungen beeinflusst werden. In der PKV erhalten Sie vertraglich zugesagte Leistungen.
  • Viele Mehrleistungen wie 2Bett/Chefarzt werden von der GKV nicht erstattet oder nur über einen Zusatztarif.
  • Beitragsanpassungen gibt es in beiden Systemen: In der GKV bei Steigerung des Einkommens, des Beitragssatzes, bei Zusatzbeitrag oder Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze. In der PKV steigt der Beitrag nach Anpassungsbedarf beim Versicherer z.B. aufgrund gestiegenen Schadenaufkommens.
  • Der Beitrag in der GKV ist einkommensbezogen (max. bis zur Beitragsbemessungsgrenze, in 2018: 53.100 EUR p. a., aktuell bis zu 810€ Gesamtbeitrag). Nicht berufstätige Ehegatten und Kinder sind im Rahmen der Familienversicherung beitragsfrei mitversichert. In der PKV gibt es keine kostenlose Familienversicherung wie in der GKV. Das bedeutet, dass jeder nach Eintrittsalter, Gesundheitszustand und gewünschten Leistungsspektrum einen eigenen Beitrag leisten muss.

Mit der PKV für's Alter vorsorgen

Beim Wechsel von der GKV in die PKV empfehlen wir einen Teil der Ersparnis in die Finanzierung der Beiträge im Alter zu investieren. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich ein „Gesundheitskonto“ aufzubauen!

Alternative zur PKV: private Zusatzversicherung

Alternativ zum Wechsel in die PKV können Sie die Leistungen der GKV durch eine private Zusatzversicherung ergänzen. Diese gibt es für die verschiedensten Leistungsbereiche wie z. B.

  • Zuzahlung für Brille/Kontaktlinsen,
  • Zahnbehandlung/Zahnersatz/professionelle Zahnreinigung,
  • Kieferorthopädie,
  • Heilpraktiker/alternative Heilmethoden
  • 1- und/oder 2Bett-Zimmer im Krankenhaus mit Chefarzt!
  • Sogar die Behandlung als Privatpatient beim Arzt ist möglich (Kostenerstattungsprinzip)

Nur in der privaten Krankenversicherung können Sie sich Ihre Wunschabsicherung zusammenstellen – kommen Sie einfach auf uns zu!

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