Nach der Krise ist vor der Krise – so sagt man. Doch wann ist eine Krise eine Krise? Letztendlich geht es darum, dass eine Krise zu einem Abschwung an den sogenannten Märkten führt. Das kennt man vielleicht aus dem Fernsehen, wenn es vor der Tagesschau den Börsenbericht des Tages gibt und dort über die Entwicklung des deutschen Aktienindex Dax gesprochen wird. Eine politische oder wirtschaftliche Krise führt zwar nicht unbedingt dazu, dass es an allen Märkten zu einem Abschwung kommt. Da man das aber nicht vorher weiß, sollte man sich etwas vorbereiten, um zu vermeiden, dass die Krise in Ihrer Geldanlage ankommt, vor allem dann, wenn Sie das Geld für Ihre Ziele benötigen.

Zeit: Wann brauche ich welches Geld?

Hierbei geht es darum, dass Anlageziele unterschiedlich weit entfernt sein können. Eine Zusatzrente zur Altersvorsorge ist anders zu bewerten als die Rücklagen für den jährlichen Urlaub oder als das Eigenkapital für das gemeinsame Haus in 5 Jahren. Dazu gehört auch, sich über die Größenordnung klar zu werden: Wieviel brauche ich? Das heißt, unterschiedliche Ziele benötigen unterschiedliche „Anlagetöpfe“.

Welche Mittel möchte ich einsetzen?

Natürlich kann Ihnen jeder Vermögensberater ausrechnen, was Sie für Ihre Ziele einsetzen sollten. Dann machen Sie einen Kassensturz und kommen zu einem anderen Ergebnis. Sie finden Ihre persönliche freie monatliche Sparrate, und vielleicht sind noch andere Gelder bereits irgendwo geparkt, die Sie noch verwenden können. Wenn Sie nur wenige Mittel zur Verfügung haben, überlegen Sie am besten, was Ihnen am wichtigsten ist.

Welche Flexibilität erwarte oder benötige ich?

Das kann z. B. bedeuten, wie schnell Ihre Gelder verfügbar sein sollen oder ob man diese aufstocken kann. Es kann z.B. wichtig sein, Gelder kurzfristig verfügbar zu halten, wenn Sie Ihre Traumwohnung gefunden haben oder – wenn alle Stricke reißen – Gelder aus der privaten Rentenversicherung zu entnehmen. Andererseits wollen Sie vielleicht Ihre Geldanlage durch Zuzahlungen aufstocken können.

Sicherheit, Rendite – oder beides?

Sicherheit ist gut – kostet aber Geld und damit Rendite: Man könnte ja die Altersversorgung über ein Sparbuch ergänzen, aber ist das sinnvoll? Sparbücher sind sehr sicher, nur bei 0,05% Zins pro Jahr und einer Inflation von 1% ….. Je langfristiger die Anlage ist, desto mehr kann in rendite-starke Anlagen investiert werden, das sind Aktien und Immobilien.

Die Streuung der Geldanlage (Diversifikation): Wo sollte man anlegen?

Aktien | Renten | Immobilien | Zinsprodukte | Rentenversicherung | Sachwerte, z. B. Gold

Um Anleger bei der Auswahl nicht zu überfordern und um die Streuung zu erweitern, können die Anleger in Investmentfonds anlegen, insbesondere was Aktien, Renten (Anleihen etc.) und Immobilien betrifft. In Investmentfonds können gleichzeitig mehrere Hundert von einzelnen Titeln bespart werden, die man unmöglich als Privatanleger heraussuchen kann.

  • Je breiter gestreut, desto eher werden Schwankungen ausgeglichen und desto ruhiger reagiert Ihre Geldanlage auf Krisen
  • Kurzfristig gedachte Anlagen sollten eher in Zinsprodukte oder Renten anlegt werden, da hier die Zeit fehlt, um Schwankungen zu überdauern.
  • Rentenversicherung dienen als langfristige Anlagen, die man regelmäßig und/oder mit Zuzahlungen oder auch mit einem Einmalbeitrag besparen kann. Die o.g. Anlageformen können Sie auch hier finden, bei entsprechender Gestaltung sogar mit Steuervorteilen
  • Schwankungen in einer Anlageform können aufgrund breiter Streuung durch andere Anlageformen ausgeglichen werden

Neue Welt: Nachhaltiges Anlegen

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Es geht dabei um verantwortungsvolles Investieren:  Hier werden neben den klassischen Anlagekriterien wie RenditeRisiko und Liquidität auch qualitative Kriterien berücksichtigt, also wie das Geld investiert wird. Insgesamt heißt nachhaltiges Investment, dass die investierten Gelder so angelegt werden, dass die Investitionen die heutigen Bedürfnisse decken, ohne die Ressourcen der kommenden Generationen zu gefährden. Die Anbieter zeigen hier ein Umdenken durch das Angebot von „grünen“ Fonds oder auch „grünen“ Rentenversicherungen. Oftmals zeigen sich grüne Anlagen recht resistent in Krisenzeiten.


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