Die Zahl der Einbrüche ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent auf 149.500 Fälle gestiegen und hat somit den höchsten Stand seit 15 Jahren erreicht. Unzureichende Sicherheitsvorkehrungen erleichtern Kriminellen häufig den Einstieg. Hier einige Tipps zur Prävention.

Der Kriminalstatistik zur Folge wird in Deutschland alle drei Minuten eingebrochen. Die Dreistigkeit und Gewaltbereitschaft der Diebe nimmt dabei immer mehr zu. Einbrüche ereignen sich heute meistens tagsüber, wobei die Diebe leichtes Spiel haben, denn die wenigsten Wohnungen und Häuser sind ausreichend gegen Einbrüche gesichert.

 

Wer nach dem Motto „Bei mir gibt es nicht zu holen“ lebt, der irrt. Laut Untersuchungen wird der Wert der eigenen Besitztümer häufig unterschätzt – und zu Geld lässt sich so gut wie alles machen. Gerade vor der Feriensaison sollte man sich mit dem Thema Einbruchsprävention befassen, denn in dieser Zeit geschehen die häufigsten Wohnungseinbrüche.

Die Höhe der Einbruchschäden hat laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit ca. 480 Millionen Euro Rekordniveau erreicht, das sind 20 Millionen mehr als im Vorjahr. Im Schnitt liegt die Schadenshöhe bei 3.330 Euro pro Einbruch. Im Fokus der Einbrecher liegen dabei teure Elektrogeräte wie Kameras, Computer oder Mobiltelefone. Aber auch Uhren, Schmuck und Bargeld sind bei den Dieben gerne gesehen.

Sicherheitsvorkehrungen verhindern jedoch etwa in einem Drittel aller Einbrüche die Tat als solche. Dabei gilt: Je länger der Einbrecher für den Einstieg in die Wohnung benötigt, desto höher die Chance, dass er den Versuch abbricht und das Weite sucht. Daher sollten bei einem Otto-Normal-Haushalt die vorhandenen mechanischen Sicherungsvorrichtungen (Türen, Schließzylinder etc.) einer Prüfung unterzogen werden. Hierzu gibt es in vielen Bundesländern das kostenfreie Angebot der Polizeilichen Beratungsstellen, die sich das Wohnobjekt vor Ort ansehen und mögliche Schwachstellen erläutern. Informationen können auf www.k-einbruch.de sowie www.polizei-Beratung.de eingeholt werden.

Unsere ergänzenden Tipps:

  • Den Haustürschlüssel niemals draußen verstecken und bei Verlust sofort das Zylinderschloss auswechseln
  • Beim Verlassen die Türe abschließen – nur Zuziehen reicht in der Regel nicht aus
  • Türen und Fenster beim Verlassen des Gebäudes geschlossen halten, nicht gekippt
  • Wertgegenstände nicht in der Nähe der Eingangstür, von Fenstern oder verglasten Türen lagern
  • Ratsam sind Vorrichtungen zum Verhindern des Aufhebelns von Türen und Fenstern
  • Kellerfenster, Lichtschächte und Gitterroste sollten zusätzlich gesichert werden
  • Hinweise auf Abwesenheit wie z. B. Abwesenheitsmeldungen auf dem Anrufbeantworter unbedingt unterlassen
  • Über längeren Zeitraum geschlossene Rollläden sind zu vermeiden, beispielsweise Zeitschaltuhren können diese regelmäßig betätigen
  • Bei längerer Abwesenheit Vertraute um einen regelmäßigen Besuch der Wohnung und die Leerung des Briefkastens bitten
  • Fremde auf dem (Nachbar-)Grundstück oder der Wohnanlage im Auge behalten
  • Bänke, Mülltonnen, Werkzeug und Leitern als Auf- bzw. Einstiegshilfen vermeiden
  • Wertsachen entweder in einem Tresor oder Bankschließfach aufbewahren
  • Professionellen Schutz bieten Einbruchmeldeanlagen

Im Notfall sollte umgehend die Polizei sowie die Versicherung verständigt werden. Wichtig ist hierbei für beide eine sogenannte „Stehlgutliste“, mit den genauen Angaben was gestohlen wurde, anzufertigen.

Hausratversicherungen bieten Schutz im Fall eines Einbruchs und ersetzen zumindest den materiellen Schaden. Wichtig ist es sich bereits im Voraus Gedanken darüber zu machen, ob die bei Vertragsabschluss angegebene Versicherungssumme (hier gilt der Neuwert des Hausrates) noch ausreichend ist oder ob diese angepasst werden muss. In Bezug auf die eigenen Wertsachen (dies sind z. B. Bargeld, Geldkarten, Urkunden, Sparbücher, Wertpapiere, Schmuck, Edelsteine, Perlen, Briefmarken, Münzen, Medaillen, Wertgegenstände aus Gold, Platin oder Silber sowie Pelze, handgeknüpfte Teppiche, Gobelins, Kunstgegenstände und teilweise Antiquitäten) sollte besondere Acht gelegt werden.

Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema, besprechen mit Ihnen Ihre aktuelle Situation und ermitteln Ihren Bedarf. Kontaktieren Sie uns einfach.