Die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung steigen

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag für gesetzlich Krankenversicherte wird im kommenden Jahr steigen. Grund dafür ist ein für 2024 prognostiziertes Defizit der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Jede gesetzliche Krankenkasse legt ihren Zusatzbeitrag selbst fest. Der kassenindividuelle Zusatzbeitrag liegt 2023 bei der günstigsten Krankenkasse bei 0,8 %, bei der teuersten aktuell bei 1,9 %. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt im Jahr 2023 bei 1,6 %. Im Jahr 2024 wird er auf 1,7 % steigen.

Ab wann lohnt sich der Wechsel in die Private Krankenversicherung?

Wer richtig gut verdient, zahlt teilweise über 1.000 Euro monatlich ein. So mancher kommt da ins Grübeln und überlegt, ob er nicht doch in eine private Krankenversicherung, kurz PKV, wechseln sollte.

Die Beiträge zur PKV sind von den gewählten Leistungen, Ihrem Alter und Gesundheitszustand bei Antragsstellung abhängig. Der Verdienst spielt bei der Beitragsbemessung keine Rolle. Deshalb zahlen Sie unter Umständen weniger Beiträge und profitieren von umfangreicheren Leistungen im Bereich der Gesundheitsvorsorge!

Wann ist der Wechsel von GKV zu PKV möglich?

Der Wechsel in die Private Krankenversicherung ist allerdings vom beruflichen Status anhängig und an bestimmte Voraussetzungen geknüpft.

Das Gehalt für Angestellte muss die Versicherungspflichtgrenze (2024: 69.300 Euro brutto jährlich) überschreiten. Hierzu zählen alle fest zugesagten Gehaltsbausteine, also auch ein Weihnachts- und Urlaubsgeld!

Selbstständige und Freiberufler sind nicht von der Sozialversicherungspflicht erfasst (Ausnahme Künstler und abhängige Selbständige mit nur einem Auftraggeber) und können somit frei zwischen GKV oder PKV wählen! Außerdem übernimmt der Staat für Beamte, Beamtenanwärter und Referendare einen Großteil der Gesundheitskosten (prozentuale Beihilfe), welche ebenfalls beihilfefähigen Angehörigen gewährt wird (Kinder, Ehegatte unterhalb bestimmter Einkommensgrenzen). Für sie kann die PKV daher eine Tür zu deutlich niedrigeren Beiträgen bei deutlich besserem Versicherungsschutz öffnen.

Wer die Vorteile der PKV nutzen möchte, muss sich einer Gesundheitsprüfung unterziehen. Denn anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung dürfen private Versicherer in den regulären Tarifen prüfen, ob oder unter welchen Voraussetzungen Antragsteller aufgenommen werden.

Dank spezieller Tarife kann der Einstieg in die private Krankenversicherung für Studenten vergleichsweise günstig erfolgen. Zur Ausfinanzierung der Beiträge im Alter (z. B. aufgrund dann weniger Einnahmen als im Berufsleben sowie bei Angestellten Wegfall des AG-Zuschusses) ist ein dementsprechender “Baustein” unverzichtbar! Dies kann über einen Beitragsentlastungstarif erfolgen (für diesen Tarif ist der Arbeitgeberzuschuss ebenfalls Pflicht und eignet sich deshalb besonders für Angestellte) oder eine steuerlich ebenfalls geförderte Basisrente (z. B. für Selbstständige). Wer im Alter eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezieht, bekommt zusätzlich zu seiner Rente einen Beitragszuschuss ausbezahlt! Zudem wird in der PKV kein Beitrag auf Einkünfte bemessen, also im Vergleich zur GKV muss kein Beitrag auf eine Betriebsrente zusätzlich bezahlt werden! 

Gehen wir mal davon aus, dass der Beitrag zu einer PKV im Alter bei 800 EUR mtl. liegt und der Versicherte eine mtl. Rente von der GRV in Höhe von 2.800 EUR bekommt und zudem einen Beitragsentlastungstarif in Höhe von 250 EUR mit abgeschlossen hatte. Somit gestaltet sich sein Beitrag ab dem 67. Lebensjahr wie folgt: 

Sichern Sie sich die Konditionen aus 2023 für Ihren Wechsel zur PKV

Bewahren Sie sich das Eintrittsalter und den Gesundheitszustand aus 2023 für Ihre Mitgliedschaft in der Privaten Krankenversicherung. Mit einer großen An­wart­schaft starten Sie bereits zum 1.12.2023 in der PKV und Ihre Beiträge werden dann unter anderem anhand des Alters in 2023 berechnet. Langfristig gesehen sparen Sie durch ein niedrigeres Eintrittsalter jeden Monat Kosten, sodass sich der "extra Beitrag” für die große Anwartschaft bereits nach wenigen Monaten Laufzeit rechnet.

Private Kran­ken­ver­si­che­rung mit Bei­trags­rück­er­statt­ung

Viele private Krankenversicherungen gewähren den Versicherungsnehmern eine Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit, d. h. also, wenn keine Rechnungen zur Erstattung eingereicht werden. Bei vielen Gesellschaften dürfen allerdings Rechnungen für Vorsorgeuntersuchungen eingereicht werden, ohne den Anspruch an eine Beitragsrückerstattung zu verlieren! Die Höhe der Beitragsrückerstattung ist in den Tarifen der einzelnen Versicherungen geregelt. In der Praxis kann die Rückerstattung gleich mehrere Monatsbeiträge ausmachen. Im Höchstfall sind sogar bis zu 50 Prozent eines Jahresbeitrags möglich. Auch dadurch steht man im reinen Beitragsvergleich zur GKV noch besser da.

Ein Krankenkassenwechsel kann sich lohnen!

Um die optimale Abdeckung Ihrer aktuellen Situation und Bedürfnisse mit den verschiedenen Angeboten abzugleichen, ist die Unterstützung von unseren Experten sehr hilfreich. Dabei klären wir über alle Aspekte der Entscheidung auf, da ein Wechsel in die PKV am besten eine nachhaltige Entscheidung sein sollte! Bei dieser sehr weitreichenden Entscheidung stehen wir Ihnen mit Expertenwissen zur Seite!

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