Wir haben die Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus für verschiedene Möglichkeiten der Geldanlage geprüft.

[Die Kurszahlen dieses Beitrags sind auf dem Stand vom 13.03.2020]

Seit kurzem befinden sich die globalen Aktien-Märkte im Abschwung. So verloren [Stand 13.03.2020]  z. B. der MSCI World von Mitte Februar bis zur 2. Märzwoche ca. 27%, der EuroSTOXX und der DAX jeweils ca. 31%. Die Fundamentaldaten dürften nicht der Auslöser sein, hingegen jedoch die Befürchtung, dass die Konjunktur weiter erlahmt und die Produktionsprozesse sich deutlich reduzieren werden; Lieferketten sind unter Druck genauso wie der Warentransport und die Rohstoffgewinnung.

Die Welt wartet sozusagen auf das Signal, dass sich die Zahl der Infektionen auf einen Grenzwert zubewegt oder dass ein Impfstoff gefunden wird. Leider sind die Börsen durch den Preisverfall bei Öl weiter unter Druck geraten. Wir hoffen, dass sich ein „World-Crash“ wie in 2008 nicht abzeichnet, jedoch kann es Monate dauern, bis sich die Lage etwas normalisiert hat.

Was bedeutet das für Geldanlagen?

Das vfm-Experten-Team aus unserem Backoffice hat die aktuelle Situation für Geldanlagen geprüft. Diese Informationen möchten wir gerne an Sie weitergeben.
(Bitte beachten Sie, dass dieser redaktionelle Beitrag zur allgemeinen Information dient und keine Anlageberatung darstellt. Diese ist stets im Einzelfall zu prüfen.)

1. Aktienmärkte
Falls Sie neu anlegen wollen, können Sie für einen begrenzten Zeitraum fallende Kurse nutzen und günstig einkaufen – am besten per Sparplan. Für eine bessere Streuung investieren Sie am besten in Investmentfonds. Sind Sie bereits investiert, so können Sie – sofern Mittel frei sind – ebenfalls günstig zukaufen. Möchten Sie Ihre Anlage kurzfristig abrufen, dann sollten Sie eine Umschichtung prüfen, um einem weiteren Abschwung zu entgehen. Bei Neu-Investitionen empfehlen wir die Streuung zu optimieren, d.h. die Anlage in weltweit gestreute Fonds sowie einen Teil in den amerikanischen Markt. Natürlich gibt es auch Anbieter, die Ihr Depot auf Absicherung prüfen: Sobald die gesetzte Verlustgrenze erreicht ist, wird konsequent in einen Geldmarktfonds umgeschichtet. So wird bewusst darauf hingearbeitet, größere Verluste zu vermeiden.

2. Zinsanlagen wie Festgeld und Tagesgeld
Hier sehen wir wenig Handlungsbedarf. Die Konditionen sehen Sie immer aktuell auf unserer Vermittlerseite.

3. Immobilienmärkte
Wir erwarten insgesamt nicht allzu große Schwankungen – abgesehen vielleicht im Bereich Gewerbeimmobilien. Wenn man auf mehrere Immobilien setzt und damit die Streuung erhöht, dürften die Ertragsaussichten vorerst stabil bleiben. Beteiligungen mit festem Zins im Bereich Wohnimmobilien dürften weiterhin stabil rentieren. Auch hier empfiehlt sich, die Investition über mehrere Objekte hinweg zu streuen.

4. Container und Logistik
Der internationale Transport wird kurz-  oder mittelfristig dem aktuellen Abschwung – zumindest teilweise - folgen. Da hier oft mittelfristige Anlagedauern angesprochen werden, würden wir hier die Beimischung mit kleinerem Einsatz empfehlen. Der deutsche Transport- und Logistikmarkt könnte sich im Vergleich dazu etwas weniger prompt abschwächen, hängt aber auch wie der internationale Markt vom Vertrauen in die Konjunktur ab.

5. Edelmetalle - Beispiel Gold
Der Goldpreis hat sich seit Juni 2019 stetig nach oben entwickelt. Gold kann als Beimischung dazu dienen, ein Depot abzusichern. Wir schreiben der Anlage in physisches (!) Gold weiterhin Krisenfestigkeit zu, zudem ist es deutlich attraktiver als eine 0%-Zinsanlage.

Insgesamt empfehlen sich nach Stand heute einige Korrekturen im Anlageverhalten. Mittel- und langfristige Anlagen sollten sich mit Zukäufen – Ihre Spardisziplin vorausgesetzt – ohne größere Abschwünge rentieren. Panik ist ein schlechter Ratgeber und nur in wenigen Situationen ist ein starkes Eingreifen in die Anlagestrategie klug.

Bei Fragen können Sie uns gerne ansprechen. >> Zum Kontaktformular


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