Wissenswertes zu Ihrer Renteninformation
Jeder von uns stellt sich diese Frage früher oder später: wieviel Rente werde ich denn eigentlich bekommen? Gut, dass die Deutsche Rentenversicherung an alle gesetzlich Rentenversicherten, die mindestens fünf Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben und mind. 27 Jahre alt sind, einmal im Jahr die sogenannte Renteninformation verschickt. Dem kurzen Blick auf die nackten Zahlen folgt meist Ernüchterung, viele heften das Behörden-Schreiben folglich auch schnell ab – zu schnell, um alle Details auch richtig deuten zu können. Dabei sind die drei wichtigsten Zahlen auch rasch überschaubar:
- Die aktuelle Erwerbsminderungsrente
- Die bisher erworbenen Rentenansprüche
- Und die prognostizierte Rente im Alter
Nur: Die Rentenprognose ist, wie der Name Prognose ja schon verdeutlicht, mit unsicheren Faktoren errechnet. Die Kalkulationsgrundlagen können sich im Laufe der Zeit durchaus zuungunsten des Arbeitnehmers ändern, etwa die erwarteten Lohn- und damit Rentensteigerungen sowie die angenommene Inflation. Auf diese Unsicherheitsfaktoren wird im Renteninformationsschreiben jedoch erst weiter unten eingegangen. Eine weitere Unschärfe entsteht durch die zugrunde gelegten zukünftigen Rentenerhöhungen, hier wird mit zwei Varianten von 1% und 2% hochgerechnet, orientiert an den Lohnsteigerungen aller Arbeitnehmer. Die demografische Entwicklung lässt Zweifel am realistischen Eintreffen dieser Schätzungen aufkommen.
Eine weitere Ungenauigkeit entsteht bei der Berücksichtigung des Kaufkraftverlusts. Die Renteninformation rechnet die Inflationsrate zwar mit 1,5% per anno hoch. Das verfügbare Einkommen der Privathaushalte ist in den letzten 25 Jahren jedoch um durchschnittlich knapp 2,5% pro Jahr geschrumpft. Steuern und Sozialabgaben, die Pensionäre zahlen müssen, sind ebenfalls nicht berücksichtigt. So verlieren die Zahlen im Bescheid immer mehr an Realität und Glaubwürdigkeit. Wer sich dann mit Tränen in den Augen bis ans Ende der Schreibens vorgekämpft hat, findet dann den Warnhinweis der Deutschen Rentenversicherung: „Da die Renten im Vergleich zu den Löhnen künftig geringer steigen werden und sich somit die spätere Lücke zwischen Rente und Erwerbseinkommen vergrößert, wird eine zusätzliche Absicherung für das Alter wichtiger (Versorgungslücke)”.

Um ein Musterbeispiel einer Renteninformation mit Erläuterungen zu sehen klicken Sie bitte auf das Bild(Quelle: http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de)
Unser Vorsorgeangebot für Sie umfasst die gesamte Bandbreite an Möglichkeiten: Neben der normalen Basisrente gibt zum einen die klassische Rentenversicherung. Der Staat belohnt die private Rentenvorsorge, indem er sich an einer Riester-Rente mit Zuschüssen beteiligt. Ein weiterer Baustein für die Privatvorsorge ist die betriebliche Altersvorsorge , bei der Ihr Arbeitgeber Beiträge aus Ihrem Bruttogehalt einzahlt – für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber ein entscheidender Vorteil. Abrundend stellt eine Berufsunfähigkeitsversicherung eine sinnvolle Ergänzung dar, die Ihre Arbeitskraft absichert lange vor dem eigentlichen Rentenbeginn.
Wenn Sie sich mit Ihrer Renteninformation nun nochmals kritisch auseinandersetzen wollen, können Sie bei der Deutschen Rentenversicherung weitere Informationen anfordern. Sie benötigen dazu lediglich Ihre Rentenversicherungsnummer. Wir helfen Ihnen gerne, die Zahlen dann richtig zu deuten und entsprechende „Gegenmaßnahmen“ zu ergreifen, Ihren Lebensabend finanziell so zu gestalten, wie Sie es möchten!
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